Dialog und Mitwirkung

Die Mitwirkung zum REK Laupen 2035 findet in zwei Teilen statt. In der ersten Phase wurden die "Ersten Schritte" - der erste Entwurf von Karte und Bericht - der Bevölkerung im Zuge einer Informationsveranstaltung (4. Mai 2021 via Zoom, ca. 60 Teilnehmende) sowie auf drei Rundgängen (11./26./29. Mai 2021, ca. 80 Teilnehmende) vor Ort gezeigt und erläutert. Im Zeitraum vom 4. Mai 2021 bis Ende Juni 2021 konnte die Bevölkerung schriftlich Eingaben zum Gezeigten einreichen. Sämtliche Mitwirkungsunterlagen (Karte, Bericht und Anhang) lagen im Gemeindehaus auf, konnten eingesehen und auf der Homepage bezogen werden. Insgesamt wurden 20 Eingaben abgegeben. Die Eingaben sowie deren Beantwortung können im Mitwirkungsbericht zum REK Laupen 2035 eingesehen werden.

Im nun angelaufenen zweiten Teil der Mitwirkung werden die überarbeiteten Unterlagen "Erste Schritte" als Räumliches Entwicklungskonzept (REK) Laupen 2035 der Bevölkerung zur abschliessenden Mitwirkung vorgelegt. Ziel des Verfahrens ist ein möglichst präzises und breit abgestütztes Konzept (behördenverbindlich) für die räumliche Gestaltung des zukünftigen Laupens zu schaffen. Zu den einzelnen Themen des REK wurden dazu Fragen formuliert. Am 10. Februar 2022 findet online ein Informationsabend zum REK statt.

Hinweis: Den Mitwirkungbericht können Sie hier beziehen.

Rundgang Laupen

Erläuterungen zum den "Ersten Schritten" im Schlosshof, Rundgänge 2021 (Bild Panorama AG)

Die wichtigsten Erkenntnisse und Handlungsanweisungen aus dem Dialog

Aufgrund der Mitwirkungseingaben wurde ersichtlich, dass die bisherigen Überlegungen zur räumlichen Entwicklung in die richtige Richtung zeigen. Dank der Rückmeldungen aus der Bevölkerung konnte das Bild im Detail geschärft werden. So wurden etwa die Flächen zur potenziellen Siedlungserweiterung und auch die Einteilung in die vier ortsbaulichen Qualitäts-kategorien punktuell überarbeitet. Ebenso konnten einzelne Abschnitte des Berichts präzisiert und ergänzt werden, so etwa die Thematik Verkehr, Bevölkerungsentwicklung, Landschaftsentwicklung sowie die Abstimmung mit der Nachbargemeinde Bösingen.

Das vorliegende REK Laupen 2035 muss als grundlegende Strategie verstanden werden. Es zeigt die groben Leitplanken für die angestrebte räumliche Entwicklung auf. Entsprechend konnten einige eingebrachte Anliegen nicht im Detail im REK Laupen 2035 berücksichtigt werden. Sie sind im Zuge einer kommenden Ortsplanungsrevision zu behandeln. Sie bilden in dem Sinne eine wichtige Grundlage für eine allfällige Ortsplanungsrevision.

Analog zu den Themen, welche in einer allfällige Ortsplanungsrevision behandelt werden müssen, gibt es Themen, die im Zuge der angestrebten Entwicklungsplanung zur "Bahn-Aue" geprüft werden können. Dieses Areal weist ein grosses Potential für die Berücksichtigung der Wünsche und Bedürfnisse der Bevölkerung auf; nicht zuletzt deshalb, weil die Gemeinde Mitgrundeigentümerin ist. So kann die Gemeinde direkt auf die zu realisierenden Nutzungen und Bauten einwirken. Ideen wie "shared workspace", Mehrzweckraum, Flaniermeile entlang der Sense und viele weitere geäusserte Ideen (Phase_1 Mitwirkung) können im Zuge der Entwicklung der "Bahn-Aue" geprüft werden. Die Bevölkerung wird voraussichtlich in der angestrebten Entwicklungsplanung wiederum die Möglichkeit erhalten, Ihre Ideen und Wünsche einzubringen und mitzudiskutieren. Dies wird jedoch wohl erst 2023 der Fall sein.

Die im Rahmen Zukunftskonferenz von 2005 formulierten räumlichen Ziele und angestrebten Massnahmen wurden bei der Erarbeitung der "Ersten Schritte" untersucht. Viele der damaligen räumlichen Zielsetzungen konnten seit 2005 umgesetzt werden, andere sind weiterhin aktuell und sollen weiterverfolgt werden. Das Ergebnis der Untersuchung wird im Bericht zum REK aufgezeigt. Die Zukunftskonferenz wird als ein mögliches Instrument angesehen, um den Einbezug der Bevölkerung in die Entwicklung der Gemeinde zu stärken. Der Gemeinderat wird im Zuge der kommenden Planungen (Bsp: Bahn-Au) überprüfen, ob eine Zukunftskonferenz das geeignetste Instrument dafür darstellt.

Ein Beitritt zum Trägerverein Energiestadt ist aktuell nicht geplant. Mit dem bestehenden Wärmeverbund und eventuell vorgesehenen Erarbeitung eines Energierichtplans kann dereinst überprüft werden, ob die Gemeinde Laupen die Bedingungen für einen Beitritt zum Trägerverein erfüllen würde. Die Gemeinde ist sich der Aktualität der Frage nach einer nachhaltigen Energieversorgung bewusst und ist offen für die Förderung eben dieser. Massnahmen können unter anderem im Zuge einer kommenden Ortsplanung geprüft werden.

Ganz allgemein soll hier nochmals bestärkend festgehalten werden, dass der Erhalt und Schutz der bestehenden Orts- und Landschaftsqualitäten ein zentrales Anliegen darstellt. Alle an der Entstehung des REK Laupen 2035 Beteiligten sind sich der vorhandenen Qualitäten und der mit der vorliegenden Planung verbundenen Verantwortung bewusst.